Fachartikel

02.05.2022

Energie 4.0: Smart Energy für Produktion & Gebäudemanagement

Für die Smart Energy Anwendungsfälle in Produktion und Gebäudemanagement:
  • Energieeffizienzsteigerung mit Verbesserung der Energiekosten pro Stück
  • Optimierung von Wärme- und Kältemanagement
  • Kostenreduktion von Spitzenlastmanagement

Zeit- und Kostensparen durch vernetzte, intelligente Technologien

Wir sehen autonom fahrende Autos, Fußball spielende Roboter oder Smarte Home-Systeme, die morgens schon unseren Kaffee brühen, bevor wir überhaupt aufgestanden sind.

Die heutigen Technologien können bereits intelligente Aufgaben erledigen und unseren Alltag deutlich erleichtern. Noch dazu können sie uns Energie und Kosten sparen z.B. durch effiziente Heizungs- und Lichtsteuerung, oder grundsätzlich Zeit, die wir schließlich an anderen Stellen in unserem Leben investieren können.

Übertragen auf die Industrie würde man meinen, dass eine solche Automatisierung und Vernetzung von Geräten, Anlagen und Prozessen auch hier einen immensen Wettbewerbsvorteil bieten. Und gerade dieser Aspekt steht im Mittelpunkt der Smart Energy @ Factory.

Produzierende Industrie steht vor vielen Herausforderungen

Viele produzierende Firmen sind mit steigenden Energiekosten konfrontiert und beeinflussen damit immer mehr auch die Produktionskosten. Zusätzlich wird der eigene CO2 Emissionsbeitrag immer mehr zum Konkurrenzfaktor.

Dennoch steht Smart Energy noch nicht in allen Unternehmen ganz oben auf der Agenda. Das könnte daran liegen, dass die Umsetzung von Smart Energy Projekten mit einigen Herausforderungen verbunden ist.

Besonders Intransparenz bezüglich Online-Verbräuche pro Abschnitt der Produktion bzw. Intralogistik-Bereiche steht den Unternehmen im Weg, um konkrete Verbesserungspotentialen aufzudecken und deren Nutzen messbar zu machen. Damit fällt es schwer, bessere operative Ergebnisse zu erzielen, die zu einer nachhaltigeren Energieeffizienz führen.

Die energiewirtschaftliche Regulation ist komplex, vielschichtig und ändert sich häufig. Für die Entscheider auf der Produktions- bzw. Supply Chain Leitungsebene schafft dies Unsicherheit im Bereich der Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit. Hinzu kommt, dass die Integration von erneuerbaren Energien, Speichersystemen oder zusätzlichen Verbrauchern (z.B. E-Auto, Wärmepumpe) die Komplexität enorm erhöht.

Die Lösung: Smart Factory

Die intelligente Fabrik steht im Zentrum und ist ein Konzept, das wie Smart Home Systeme im Privaten Bereich die Anwendung verschiedener Kombinationen moderner Technologien zur Schaffung einer flexiblen, autonomen Produktionsumgebung im Unternehmensumfeld beschreibt. Verschiedenste Prozesse, Informationsströme und Interessengruppen (Arbeiter an der Front, Planer usw.) können miteinander verbunden werden, sodass die gesamtwirtschaftliche Effizienz der Produktion gesteigert werden kann. (vgl. Definition „Smart Factory“ von Gartner)

Das IT- und Beratungsunternehmen Capgemini beispielsweise schätzt, dass durch den Aufbau von Smart Factories Produktivitätssteigerungen allein in der Automobilindustrie von mehr als 160 Milliarden US-Dollar möglich sind.

Es bedarf also einen Partner, der die Herausforderungen der Unternehmen kennt und mit dem Unternehmen gemeinsam die Transformation hin zur Smart Factory gestalten kann. Im Folgenden haben wir einige Beispiele gesammelt, wie Anbieter im Bereich Beratung, Plattform und Projektkonkretisierung bei dieser Umsetzung unterstützen können.

Potenzial Analyse

Um erst einmal einen Überblick zu bekommen, an welchen Stellen begonnen werden sollte und natürlich, wohin die Reise geht, ist eine umfassende Potenzialanalyse unabdinglich.

Basis dazu sind spezifische, mit den Fachbereichen abgestimmte Messungen unterschiedlicher Energieströme. Als Ergebnis dieser Bestandsaufnahme sollten von dem Anbieter Empfehlungen abgeleitet und eine spezifische Roadmap als Maßnahmenkatalog zur Verfügung gestellt werden. Hierbei ist besonders die Kombination aus technischer Machbarkeit, Wirtschaftlichkeit und regulativen Kriterien auf dem Stand der Technik von Bedeutung.

Ein besonderer Mehrwert stellt sich dar, wenn die Potenziale sowohl in der Gebäudetechnik als auch in den Produktionsbereichen verbunden werden, inklusive des Einsatzes regenerativer Energien bzw. Speichersysteme. Eine systemische Integration verspricht ein zusätzliches Einsparpotential.

Energy Dashboard @ Smart Factory

Nachdem Sie sich einen Überblick verschafft haben, müssen Sie nun auch diese Energieströme weiterhin im Auge behalten und effizient managen. Hier kann ein Dashboard helfen, von dem aus Sie online Ihre Energieverbräuche am Produktionsstandort in allen relevanten Bereichen wie Produktionslinien, Intralogistikprozessen und Gebäudemanagement überwachen können.

Wichtig hier ist die umfassende Erfassung der unterschiedlichen Systeme wie elektrische Energie, Wasser, Klimaanlagen, Druckluft oder Produktionsanlagen sowie eine kontinuierliche Analyse vom Status Quo.

Den Unterschied hier macht nun, wie gut das System falsche bzw. unvorteilhafte Einstellungen in Heizung, Klimaanlagen, etc. erkennt und beim Überschreiten von gesetzten Grenzwerten dies automatisiert an die jeweiligen Fachbereiche meldet.

As a Service Angebote

Da eine solche Transformation zu einem energieeffizienten, treibhausgasneutralen Unternehmen nicht von heute auf morgen funktioniert, stellen manche Provider auch innovative as a Service-Angebote bereit, die erste Quick Wins in kurzer Zeit verzeichnen können.

Dazu gehört beispielsweise die Umstellung der Beleuchtung auf LED-Licht-Technologien. Daraus ergeben sich für Sie als Anwender große Vorteile, da Sie bei einem solchen Ansatz sehr schnell von den Betriebskostenvorteilen profitieren können, ohne eigene größere Investitionen tätigen zu müssen. Gute Anbieter übernehmen hier auch den Planungs- und Engineering-Aufwand inklusive der Umsetzung.

 

Möchten Sie mehr über Lösungen für eine Smart Energy / Smart Factory Transformation erhalten? Oder haben Sie bereits ein konkretes Projekt vorliegen, für das Sie einen passenden Anbieter benötigen?

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