Lösungen

24.02.2021

Betriebskosten für Rechenzentren senken durch Drittwartung

Den reibungslosen Betrieb eines Rechenzentrums zu gewährleisten ist eine komplexe Aufgabe. Die aktuelle Situation stellt Unternehmen und deren IT-Abteilungen nun vor zusätzliche Herausforderungen. Durch die Corona-Pandemie hat die Digitalisierung einen enormen Schub erhalten. Das tägliche Arbeiten, Meetings, Veranstaltungen, Vorträge – vieles findet nun digital statt.

Gleichzeitig sehen sich viele Branchen mit wirtschaftlicher Unsicherheit aufgrund der Pandemie und ihrer Folgen konfrontiert. In zahlreichen Unternehmen werden geplante Ausgaben auf den Prüfstand gestellt, Investitionen verschoben oder Budgets gestrichen. Das betrifft auch IT-Abteilungen.

Doch gerade jetzt müssen IT-Systeme reibungslos funktionieren, um Störungen und Ausfälle zu vermeiden, die wirtschaftliche Verluste, Kundenunzufriedenheit und Imageschäden verursachen können. Es ist ein Spagat, den viele IT-Abteilungen leisten müssen – und das oft genug mit einer geringen Personaldecke.

Im Bereich der Hardware-Wartung im Rechenzentrum neue Wege zu gehen, kann eine Möglichkeit sein, den Kostendruck zu senken, die Mitarbeiter zu entlasten und den Fokus der IT-Abteilungen auf die strategische Arbeit zu lenken.

Wartung für eigene IT herausfordernd

Das Rechenzentrum ist das Herzstück und das digitale Gehirn eines Unternehmens. Eine professionelle Instandhaltung ist hier unverzichtbar. Doch gerade bei einer heterogenen IT-Landschaft ist die Wartung kompliziert. Will ein Unternehmen diese Aufgabe mit eigenem Personal abdecken, ist die Frage, ob für alle Geräte unterschiedlicher Hersteller das entsprechende Know-how vorhanden sein kann. Ein wichtiger Punkt ist auch, ob die eigene IT-Abteilung personell in der Lage ist, einen Bereitschaftsdienst zur Verfügung zu stellen, der auf eine Störung oder einen Ausfall rund um die Uhr und sieben Tage die Woche schnell reagieren kann.

70 Prozent Einsparung durch Drittwartung möglich

Die Wartung durch Serviceverträge bei den Herstellern der Geräte scheint eine gute Lösung zu sein. Doch ist dies ein erheblicher Kostenfaktor. Das Analystenhaus Gartner hat festgestellt, dass Drittwartung bis zu 70 Prozent günstiger ist als die Wartung durch den Hersteller. Das Konzept von Third-Party Maintenance (TPM) ist noch nicht jedem bekannt, bringt aber neben den reduzierten Kosten weitere Vorteile.

Hardware-Nutzung weit über End of Service Life hinaus

Die Kosteneinsparung der Drittwartung gegenüber der Herstellerwartung hängt mit zwei zentralen Punkten zusammen. Zum einen bieten Drittwartungs-Dienstleister ihren Kunden vielfach flexible Service-Level-Agreements (SLA) und günstigere Konditionen in den Wartungsverträgen an als die Hersteller. Zum anderen ist der entscheidende Vorteil von Third-Party Maintenance-Anbietern, dass sie auch die Wartung von Geräten übernehmen, die das Ende des Herstellersupports (EOSL) bereits erreicht haben.

Der Service-Zeitraum der Hersteller für Hardware wie Server oder Speichersysteme beträgt zumeist zwischen drei und fünf Jahren. Danach stehen Unternehmen unter Druck, neue Hardware anschaffen zu müssen. Das ist kostenintensiv. Zudem ist der Aufwand immens, eine Infrastruktur, auf der existenzielle Systeme wie das ERP oder CRM laufen, zu erneuern. Durch eine professionelle Drittwartung kann Hardware zehn Jahre oder länger im Einsatz sein – ohne Performanceverluste oder Kompromisse bei der Verfügbarkeit. Der Drittwartungsanbieter hält die entsprechenden Ersatzteile vor, um die Geräte reparieren oder ersetzen zu können.

Einspar-Potential refurbished Hardware

Drittwartungsanbieter sind auch in der Lage, refurbished Hardware zu warten. Refurbished Hardware ist eine kosteneffiziente und gleichzeitig qualitätsgarantierte Option, Komponenten im Rechenzentrum zu ergänzen oder zu ersetzen. Es werden technisch einwandfreie, sorgfältig getestete, gebrauchte Geräte oder Teile installiert, die alle Qualitätskriterien des Herstellers erfüllen. Sie laufen mit höchster Performance und zuverlässig wie Neuware, können dabei aber bis zu 50 Prozent kostengünstiger sein.

Alles aus einer Hand

Rechenzentren werden zunehmend komplexer und heterogener. Ein weiterer entscheidender Vorteil von Drittwartungsanbietern ist, dass sie herstellerunabhängig sind. Das heißt, dass sie die Wartung sämtlicher Geräte aller relevanten Hersteller leisten können. So wird die Wartung zentralisiert und die IT-Abteilungen haben nur noch einen Ansprechpartner. Dieser ist rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr erreichbar und einsatzbereit.

Von Cost zu Profit

Indem die internen IT-Abteilungen die Pflicht der Hardware-Wartung an einen externen Dienstleister abgeben, haben sie mehr Zeit für die Kür. Sie können ihre Ressourcen nutzen, um sich den vielfältigen Herausforderungen der Digitalisierung, KI und IoT zu widmen oder Geschäftsmodelle weiterzuentwickeln. So wird die IT-Abteilung von einem Cost- zu einem Profit-Center.

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